Was ist betriebliche Mitbestimmung?
Betriebliche Mitbestimmung bezeichnet die Beteiligung der Arbeitnehmervertreter (Betriebsrat) an Entscheidungen des Arbeitgebers im Betrieb. Sie unterscheidet sich von der Unternehmensmitbestimmung (Aufsichtsrat) und der tariflichen Mitbestimmung (Gewerkschaften).
Formen der betrieblichen Mitbestimmung
Informationsrechte: Der Arbeitgeber muss den Betriebsrat informieren (§ 80 BetrVG)
Beratungsrechte: Der Betriebsrat kann jederzeit Empfehlungen abgeben
Mitbestimmungsrechte: Der Arbeitgeber braucht die Zustimmung des Betriebsrats (§ 87 BetrVG)
Wichtige Mitbestimmungsbereiche
Arbeitszeit und Pausen
Urlaubsgestaltung
Entgeltordnung
Ordnung des Betriebs (Hausordnung)
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Technische Einrichtungen zur Überwachung
Praxisbeispiel
Der Arbeitgeber will eine neue Software zur Leistungsüberwachung einführen. Der Betriebsrat hat hier ein Mitbestimmungsrecht nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG. Er kann die Einführung verzögern oder modifizieren, bis eine vereinbarte Regelung steht.
Querverweise
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Betriebsrat informiert: Wann muss der Arbeitgeber KI-Systeme mitbestimmen? § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG, Art. 22 DSGVO, EU AI Act erklärt.
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Definition: Mitbestimmung Mitbestimmung bezeichnet das Recht der Arbeitnehmer, bei unternehmerischen Entscheidungen beteiligt zu werden. In Deutschland gibt es zwei Ebenen: Betriebsverfassung und Unternehmensmitbestimmung. Betriebsverfassung (Betriebsrat) Der Betriebsrat vertritt die Interessen der Arbeitnehmer auf Betriebsebene. Seine Rechte sind im Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) geregelt. Unternehmensmitbestimmung (Aufsichtsrat) In großen Unternehmen (über 2.000 Mitarbeiter) haben Arbeitnehmer das Recht, Vertreter in…
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Der Betriebsrat vertritt Arbeitnehmerinteressen. Alles zu Wahl, Aufgaben, Mitbestimmungsrechten und Rechtsschutz nach BetrVG.